Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Da wir immer wieder Fragen von Kunden erhalten, die andere Kunden ebenfalls interessieren könnten, gehen wir an dieser Stelle auf die am häufigsten gestellten Fragen rund ums Thema Balkonkraftwerk ein. Wir erweitern diese Kategorie ständig. Es lohnt sich also, sich kurz die Zeit zu nehmen und unsere häufigsten Fragen und Antworten (FAQ) durchzulesen.
Falls Sie hier nicht fündig werden sollten, kontaktieren uns gerne direkt. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.
Ihr Team von PlugInSolar.
Du überlegst noch ob du ein Balkonkraftwerk anschaffen sollst …
Als ein Balkonkraftwerk „Steckerfertige Solaranlage“ wird eine Anlage definiert, welche maximal 2000WP Modulleistung und einen Wechselrichter mit maximal 800W/h Leistung hat.
Weil eine Mini-PV-Anlage einen Teil des von Ihnen benötigten Haushaltsstroms produzieren kann und die Gesamtausgaben für Strom dann erheblich senkt. Mit jeder Kilowattstunde, die Sie mit der PV-Anlage erzeugen und selbst verbrauchen, sparen Sie bis zu 40ct (Entsprechend dem Strompreis Ihres Anbieters). Zusätzlich sind Sie sicher, dass genau dieser Anteil nicht umweltschädlich in einem Kohle-/ Gas- oder Atomkraftwerk produziert wird. Wir meinen: Die Stromversorgung sollte dezentral in Bürgerhand sein und nicht den Stromriesen überlassen werden.
Ein Balkonkraftwerk besteht aus Solarmodulen sowie einem Microwechselrichter zur Einspeisung in das eigene elektrische Hausnetz. Idealerweise wird der Microwechselrichter außen direkt an der Unterkonstruktion des Solarmodules befestigt. Das Modul wird über Standardstecker mit dem Microwechselrichter verbunden. Dann wird das 230V-Ausgangskabel des Wechselrichters mit einer beliebigen Haussteckdose verbunden. Fertig. Der Unterschied zu einer großen Photovoltaikanlagen wie man sie bislang kennt besteht darin, dass der produzierte Strom nicht in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird und hierfür ggf. eine Vergütung erfolgt, sondern direkt ins eigene elektrische Hausnetz gelangt und dort unmittelbar verbraucht wird. Dies reduziert sofort Stromkosten, da die selbst erzeugte und verbrauchte Strommenge nicht vom Stromversorger gekauft werden muss. Ihr Stromzähler läuft so langsamer oder bleibt möglicherweise auch ganz stehen, solange Strom in der Mini PV Anlage produziert wird.
Bei einer 800 Watt Anlage mit 2 Modulen und 1000 Watt Einstrahlung mit exakt senkrechter Sonneneinstrahlung auf einem Prüfstand mit je 90° leistet die Anlage 800 W pro Stunde. Im Winter liegt die Stärke der Sonne meist weit darunter und ist nie bei 2‑fach 90° Einstrahlwinkel. Erfahrungsgemäß wird an einem klaren Sonnentag 400–500 W pro Stunde erreicht. Bei ca. 2000 üblichen Sonnenstunden in Deutschland wird die Anlage je nach Neigung über 800 KW Jahresleistung erbringen. Das sind ca. 280 € pro Jahr, geht man von einem Strompreis in der Grundversorgung von 30 Cent pro KWh aus. Je höher der Strompreis steigt, umso größer ist die Ersparnis. Nur ca. 5 Cent pro kWh kostet Sie der in der Mini-PV-Anlage produzierte Strom.
Um eine optimale Abdeckung Ihres Stromverbrauchs zu erreichen und nicht Strom zu produzieren, den du nicht verbrauchst, sollte die Anlagengröße auf den individuellen Stromverbrauch und auch auf dein jeweiliges Lastprofil abgestimmt werden. Der erzeugte Strom der Solaranlage kann dann weitgehend selbst verbraucht werden. Entsprechend dem Jahresstromverbrauch lassen sich folgende Empfehlungen hinsichtlich der Mini-PV-Leistung abgeben (Die angegebenen Empfehlungen sind Richtwerte, denn je mehr Standby-Verbraucher Sie in Betrieb haben und je mehr Strom Sie tagsüber, während die Sonne scheint verbrauchen, desto höher ist dein Einsparpotenzial durch eine Mini-PV-Anlage.)
2.000 kWh -> 400-500 Wp
3.000 kWh -> 850-1000 Wp
4.000 kWh -> 1000-1500 Wp
5.000 kWh -> 1500-2000 Wp
Die Sonne als Energiequelle zu nutzen, ist für viele Hausbesitzer schon längst selbstverständlich. Photovoltaikanlagen zieren viele Dächer. Seit 2018 haben auch Mieter von Wohnungen die Möglichkeit, eine Mini-PV-Anlage auf dem Balkon anzubringen. Der große Vorteil der Anlagen ist ihr unkomplizierter Aufbau und der geringe Platzbedarf. Zieht man um, kann man sie mitnehmen.
Die Technik von Mini PV Anlagen ist die gleiche wie bei den großen Anlagen auf dem Dach: In beiden Fällen produzieren Solarmodule aus Sonnenenergie Strom. Im Solarmodul wird die Sonnenenergie in Gleichstrom umgewandelt. Der Gleichstrom wird im Wechselrichter wiederum in Wechselstrom umgewandelt, der in das Wohnungs- oder Hausnetz eingespeist wird. Elektrogeräte benutzen dann vorrangig Sonnenstrom und erst, wenn dieser nicht zur Verfügung steht, greifen sie auf das allgemeine Stromnetz zurück. Während die Module auf dem Dach mehrere Tausend Kilowattstunden erzeugen, sind es bei den Solargeräten auf dem Balkon nur wenige hundert Kilowattstunden.
Klassische Photovoltaikanlagen auf Dächern fangen bei etwa 10 bis 15 Modulen an, häufig sind es mehr. Eine typische Mini-PV-Anlage für den Balkon besteht aus ein bis zwei Modulen. Die kleinsten Vertreter leisten circa 180 Watt, die größeren rund 500 Watt. Damit lassen sich über 800 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Dies entspricht knapp 20 Prozent des Stromverbrauchs des deutschen Durchschnittshaushalts. Die Anlagen von PlugInSolar sind wie ein Baukasten beliebig erweiterbar.
Wenn auch nur 1 Modul einer großen Solaranlage verschattet wird, sinkt die Leistung der gesamten Modulreihe drastisch ab. Um das zu vermeiden, wird bei größeren PV-Anlagen zusätzlich zum Zentralwechselrichter häufig ein sogenannter „Optimizer“ hinter jedem Modul verwendet, was die Wechselrichterkosten oft verdoppelt. Der bessere Weg ist bei allen Anlagen mit teilweisem Schatten in diesem Fall jeweils 2-4 Module auf einen Microwechselrichter zu verschalten. Sollte ein Modul verschattet, sein, wird nur die Leistung von einem Modul reduziert. Die weiteren Module liefern die volle Leistung. Jedes Modul wird einzeln angeschlossen und vom Microwechselrichter optimal gesteuert.
Die von uns angebotenen Micro- und die meisten Stringwechselrichter sind nur für den Netzparallelbetrieb geeignet und funktionieren für die Dauer des Stromausfalls- auch wie jede „große“ PV Anlage – nicht. Diese Abschaltung wird durch die VDE4105 sogar zwingend vorgeschrieben.
Ja. Die Nutzung der Sonne ist ein unveräußerliches, demokratisches Menschenrecht. Dies leitet sich aus den Grundrechten des Grundgesetzes ab. Kauf und Betrieb sind legal. Es müssen allerdings technische Regeln eingehalten werden.
Nein, jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn. Wenn Sie keine Vergütung für möglicherweise in das allgemeine Stromnetz gelangende Strommengen in Anspruch nehmen wollen, sind die Regeln des EEG nicht zu beachten. Zwar könnte man auch eine Mini-PV-Anlage als EEG-Anlage „anmelden“, da aber gerade keine Einspeisung in das Stromnetz mit einer solchen Anlage verfolgt wird, führte dies die Idee der unbürokratischen Eigenerzeugung ad absurdum.
Ja. Sie müssen egal wie groß oder klein eine Erzeugungsanlage ist, diese bei der Bundesnetzagentur anmelden. Das klingt jetzt super kompliziert, ist mittlerweile aber nur noch eine Sache von 10-15 Minuten.
Sie registrieren Sich in dem online Portal bei der Bundesnetzagentur, geben die Leistungsdaten Ihrer Anlage und Ihre Stromzählernummer an und fertig.
Nein, mini PV Anlagen müssen nicht mehr separat beim Netzbetreiber angemeldet werden.
Der Netzbetreiber bekommt über die Anmeldung beim MaStaRe bescheid, dass an dem Standort des Zählers eine solche Anlage betrieben wird.
Jeder geeichte Stromzähler ist für den Betrieb einer mini PV Anlage zugelassen, sobald Sie die Anlage im MaStaRe angemeldet haben.
Rund 80% der sogenannten Ferraris-Zähler haben keine Rücklaufsperre.
Moderne Zähler mit Rücklaufsperre haben ein zahnradartiges Symbol.
Nach der Anmeldung liegt es im Ermessen des Netzbetreibers, einen Zähler mit Rücklaufsperre einzubauen, oder nicht.
In ihrem Haushalt sind üblicherweise Stromanschlüsse auf drei Phasen verteilt. Das sind vom Prinzip 3 eigene Stromkreise an die ihre Verbraucher wie z.B der Kühlschrank, die Waschmaschine, der Fernseher oder der Staubsauger, aber eben auch Ihre Erzeugungsanlagen wie eine Mini-PV-Anlage angeschlossen werden können. Mit ihrer Mini-PV-Anlage speisen Sie nun auf einer Phase ein. Durch den saldierenden Zählern werden nun die Verbräuche und Erträge aller drei Phasen noch vor der Anzeige auf dem Stromzähler miteinander verrechnet. Man sieht also nicht, wie viel auf den jeweiligen Phasen verbraucht oder erzeugt wurde, man sieht nur das Ergebnis der Verrechnung. Ob ein Zähler saldierend oder nicht saldierend ist, sehen Sie in der Produktbeschreibung des Zählers oder kontaktieren Sie den Hersteller des Zählers.
Theoretisch ja, vorausgesetzt am Montageort ist genügend Sonneneinstrahlung vorhanden. Beim Kauf ist aber darauf zu achten, dass die Montageteile zum Montageort passen. Die Aufhängung an einer Balkonbrüstung unterscheidet sich von der Aufstellung auf einer Fläche. Dementsprechend muss jede Befestigung den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Das betrifft insbesondere die Verbindungsstellen von Modul zu Montagesystem sowie zur Balkonbrüstung sowie dem Montagesystem selbst. Die Herstellervorgaben zur Befestigung müssen eingehalten werden. An anderen Montageorten, etwa auf Garagendächern, sind die entsprechenden Bauregeln und Baunormen einzuhalten.
Du hast bestellt und nun willst du dein Balkonkraftwerk montieren …
Die Mini PV Anlage kann sehr einfach von Ihnen montiert werden. Bei Bedarf erhalten Sie von uns spezielle Montagesets für Wand/Balkon, Dach oder Freiaufstellung. Für die Montage ist kein Spezialwerkzeug erforderlich. Die Mini-PV-Anlage kann mit einem Schukostecker direkt in jede Steckdose eingesteckt werden. In Deutschland wird eine Wielandsteckdose von den geltenden VDE Normen gefordert. Die Verwendung einer solchen Einsteckdose stellt im Grunde aber eine doppelte Abscherung dar, da unsere Geräte bereits eine eigene elektrische Absicherung (NES Schutz) beinhalten. Wird das von einer VDE-Norm verfolgte Ziel auf andere Weise technisch bereits erreicht, gehen von uns befragte Fachleute davon aus, dass die Einhaltung der von der VDE Norm vorgeschriebene Absicherung nicht als „doppelte“ technische Voraussetzung verlangt werden darf.
Nein. Der Anschluss im sog. Endstromkreis ist ausdrücklich durch den Laien vorgesehen. Dies ist in der DIN VDE 0100-551-1:2016-09 abgesichert.
Nein. Wenn übliche Sicherungen vorhanden sind.
Wenn Sie sich unsicher sind, empfehlen wir einen Fachmann zurate zu ziehen.
Dein Balkonkraftwerk ist fertig montiert und in Betrieb …
Ja, das ist problemlos möglich. Die Mini PV Anlage kann jederzeit gefahrlos vom Hausnetz getrennt oder an dieses angeschlossen werden.
Normalerweise kommt dies nicht vor, da es in jedem Haushalt Geräte gibt, die durchgehend Strom verbrauchen (Standby-Verbraucher). Wenn aber wirklich einmal kein Strom verbraucht wird oder weniger, als Ihre Mini PV Anlage erzeugt, können nach Abzug von Leitungsverlusten übrig bleibende, geringe Strommengen ins Stromnetz der allgemeinen Versorgung gelangen.
In der Regel sind die 3 Phasen saldierend d.h. Entnahme und Einspeisung der 3 Phasen gleichen sich aus. Egal, ob auf den Phasen 1,2 und 3 Strom verbraucht wird, es entsteht eine Stromkostenreduzierung.
Sie können immer nachkaufen (Modul + Micro Wechselrichter). Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit, einzelne Pakete mit Wechselrichter zu erwerben und zusammen zu betreiben. Sie können die Anlage selbstverständlich auf 10, 20 oder mehr Module ausbauen und in das allgemeine Stromnetz einspeisen oder eine Batterie anschließen. Dazu sollten Sie aber einen Elektrofachmann für den Anschluss beauftragen, denn je nach Verwendungszweck bestehen möglicherweise auch gesetzliche Anforderungen, die einzuhalten sind (bspw. bei der geplanten Einspeisung in das allgemeine Stromnetz).
Bitte wie folgt vorgehen, wenn Ihr Microwechselrichter keinen Strom mehr liefert:
Zuerst den Wechselrichter (WR) vom AC-Netz trennen.
1. Schritt: Alle Module vom WR trennen.
2. Schritt: Bitte 5 min. warten. (wichtig)
3. Schritt: Dann Module wieder einstecken.
4. Schritt: Bitte 1-2 min. warten (wichtig), dann soll die rote LED zu blinken beginnen.
5. Schritt: Erst wenn die LED rot blinkt (Wichtig), den Wechselrichter an das AC-Netz anstecken.
6. Schritt: Nach ca. 10 min. muss die LED von rot blinkend auf grün blinkend wechseln.
Achtung: den AC-Strom dabei nicht unterbrechen (dabei keine Datenlogger oder Shelly 1PM oder andere Messgeräte, welche mit APP´s verbunden sind aus- und einschalten).
7. Schritt: Fertig, und Ihre PV-Anlage läuft.
Wenn die Anlage immer noch nicht laufen sollte, bitte an einer anderen Steckdose testen und wieder bei Schritt 1 beginnen.
Bitte prüfen Sie zudem, ob Ihre Parameter des Microwechselrichters zum Modul (Startspannung, Betriebsspannungsbereich, empfohlene PV-Leistung, max. Eingangsstrom) passt.
Falls dies nicht den gewünschten Erfolg bringt, bitten wir Sie um erneute Rückmeldung. Wir arrangieren dann für Sie den Austausch.
Nein. Wenn die Mini-PV-Anlage dem DGS-Standard entspricht und an einer vorhandenen Schuko-Steckdose angeschlossen wird, besteht nach 0,2 Sekunden nach dem Ziehen des Steckers kein Risiko eines elektrischen Schlags (Bei anderen Haushaltsgeräten darf die Spannung sogar bis zu 1 Sekunde anliegen).
Haushaltsgeräte in Ihrem Stromkreis (z.B. der Küche) benutzen immer zuerst den Strom der Photovoltaikanlage und ergänzen dann mit Netzstrom. Dies basiert auf einem physikalischen Prinzip: Vereinfacht beschrieben „drückt“ das Netz so viel Strom in die Wohnung, wie von den Haushaltsgeräten abgenommen wird. Ist schon Strom aus lokalen Quellen vorhanden, kann das Netz einfach weniger an Sie verkaufen.
Der Solarstrom fließt dann innerhalb des Hauses zu anderen Verbrauchern oder über den Haushaltsanschluss ins öffentliche Stromnetz.
